Migration gestalten - gerecht und global! 10 Botschaften (Quelle: Friedrich-Ebert-Stiftung)

Menschen waren, sind und werden immer in Bewegung sein – aus unterschiedlichsten Gründen. Migration sollte daher nicht als zu lösendes Problem angesehen werden, sondern als Herausforderung, die einer Ausgestaltung bedarf. Was wir brauchen, ist eine Vision für die Zukunft, in der Migration und Mobilität global gerecht gestaltet sind – eine Vision, die auf den Werten der Menschenrechte und der globalen Solidarität beruht.

Gerecht gestaltet bedeutet, dass niemand aufgrund von Zwang oder Gewalt seine Heimat verlassen muss. Gerecht gestaltet heißt auch, dass jeder Mensch von seinem Recht auf Mobilität Gebrauch machen kann. Jeder Mensch hat das Recht zu bleiben genauso wie das Recht zu gehen.

Global gestaltet bedeutet, dass die weltweiten Wanderungsbewegungen alle Staaten und Gesellschaften betreffen und damit eine Gemeinschaftsaufgabe sind, die weit über das „Steuern“ von Migrationsbewegungen hinausgehen. Migration zeigt Missstände
und Fehlentwicklungen in vielen Politikbereichen auf, die nur global zu lösen sind.

Menschen sollen dort bleiben können, wo sie zuhause sind. Dafür müssen ihre Lebensgrundlagen und ihre Rechte geschützt werden. Auch die Vereinten Nationen formulieren es in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung als globale Aufgabe, „die Menschheit von der Tyrannei der Armut und der Not zu befreien und unseren Planeten zu heilen und zu schützen“.

Um allen Menschen weltweit Mobilitätschancen zu ermöglichen, müssen Staaten und Gesellschaften sich auf Prinzipien, Regeln und politische Projekte verständigen, mit denen Migration gestaltet werden kann.

Die zehn Botschaften stehen für einen Perspektivwechsel auf Migration und Mobilität.

(Quelle: Friedrich-Ebert-Stiftung)